Im Gespräch

Evolver Story - Düstere Aussichten

Für den Überraschungserfolg "When The Music´s Over" wurde der deutsche SF-Shooting-Star Myra Çakan für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert. Mit "Downtown Blues" legt sie jetzt ihr neuestes Werk vor. Jürgen Fichtinger nahm dies zum Anlaß, die visionäre Autorin zu interviewen.
In den letzten Jahrzehnten dachte man beim Begriff "Science Fiction" vor allem an Autoren und Werke aus dem angloamerikanischen Raum. Deutschsprachige SF existierte entweder nur in den Köpfen und Sammlungen diverser (Populär-)Literaturhistoriker, in nahezu unbekannten Anthologien und Fan-Publikationen oder im Universum von Perry Rhodan & Co.

Mit ihrem Roman "When The Music´s Over" (siehe EVOLVER-Rezension) lieferte Myra Çakan 1999 den Beweis, daß auch deutsche Autoren das Zeug dazu haben, international taugliche Zukunftsliteratur zu schreiben. Die Geschichte der kleinen Grönländerin Skadi, die sich in einem postapokalyptischen Cyberpunk-Szenario durchs Leben schlagen muß, begeisterte sowohl Kritiker als auch Leser. Bei der Verleihung des Kurd-Laßwitz-Preises 2000 belegte die Autorin dann auch gleich den zweiten Platz in der Kategorie "Bester deutschsprachiger Roman".

Die deutsche Produktionsfirma Red Beat Pictures sicherte sich bereits im Juli ´99 die Rechte, um das Spektakel eines Tages auf die Leinwand bringen zu können. Çakan wurde mit dem Entwurf einer ersten Drehbuchfassung beauftragt; die endgültige Version soll gemeinsam mit Cyberpunk-Pionier John Shirley (siehe EVOLVER-Rezension von "Stadt geht los") erarbeitet werden, dessen literarisches Werk die gebürtige Hamburgerin wiederum in Deutschland vertritt und mit dem sie eine langjährige Freundschaft verbindet.

Nach ihrem "erwachsenen" Debüt wandte sich Myra Çakan mit ihren "Luke Harrison"-Abenteuern an den interessierten Nachwuchs. Ihre Romane "Begegnung in der High Sierra" und "Zwischenfall an einem regnerischen Nachmittag", beide innerhalb der "Edition Nachtbrenner" im Argument-Verlag erschienen, erzählen die Geschichte des jungen Taugenichts Luke Harrison, der nach ein paar mißglückten Kartenspielen fluchtartig den Planeten Erde verläßt, um auf dem Mars sein Glück zu versuchen. Daß dabei nicht alles glattgeht, liegt auf der Hand und liefert Stoff für zwei kurzweilige Abenteuer. Nach diesem kurzen Ausflug in die Welt der Space-opera gibt Myra Çakan mit ihrem "Downtown Blues" (siehe aktuelle Rezension) seit kurzem auch älteren Semestern wieder Gelegenheit, sich an ihren Endzeitphantasien zu erfreuen.

Wie die Autorin überhaupt zum Genre gekommen ist und was wir in nächster Zukunft von ihr zu erwarten haben, erfahren Sie im folgenden Gespräch.


    "Mehr Rock´n´Roll als Pentium-Prozessor"

    Myra Çakan im EVOLVER Interview


    EVOLVER: Wie kamen Sie eigentlich zur Science Fiction?

    Myra Çakan: Ich erinnere mich, daß ich in dem Alter mit Science Fiction anfing, in dem andere üblicherweise damit aufhören: mit siebzehn, achtzehn Jahren. "Star Trek" kannte ich bereits aus dem TV, aber das hatte für mich nie etwas mit SF zu tun - diesen Begriff bezog ich ausdrücklich auf Romane und Kurzgeschichten. Ende der achtziger Jahre begann ich selbst zu schreiben und meine Texte Verlagen anzubieten. Zu dieser Zeit entstanden auch die beiden "Luke Harrison"-Romane und die Kurzgeschichte "Downtown Blues", die den Kern meines neuen Romans bildet. Mit "When The Music´s Over" fing ich dann zu Beginn der Neunziger an. Meine Arbeit als freie Journalistin führte allerdings dazu, daß ich die literarische Arbeit ziemlich vernachlässigen mußte. Seit etwa drei Jahren ist diese Situation genau umgekehrt - jetzt arbeite ich eher sporadisch als Journalistin. Ganz aufgeben möchte ich diese Arbeit allerdings nicht, dazu macht sie mir zuviel Spaß. Außerdem schreibe ich noch Drehbücher und Hörspiele.

    EVOLVER: Vor Ihrem Romandebüt waren Ihre Kurzgeschichten eher nur Eingeweihten ein Begriff. Durch den Überraschungserfolg von "When The Music´s Over" erreichten Sie erstmals auch eine breitere Öffentlichkeit. Was hat sich dadurch auf beruflicher Ebene für Sie geändert?

    Çakan: Ehrlich gesagt, nicht allzuviel. Die Filmrechte hatte ich schon vor Erscheinen des Romans verkauft. Allerdings habe ich letztes Jahr eine kleine SF-Short-story für den "Spiegel" geschrieben. Das war eine Auftragsarbeit zum Thema Nanotechnologie, die ich ohne den Erfolg meines Romans vielleicht nicht bekommen hätte.

    EVOLVER: "When The Music´s Over" trägt den Untertitel "Ein Cyberpunk-Roman". Wie würden Sie diesen Begriff überhaupt definieren?

    Çakan: Oh, die Frage schon wieder! Also für mich ist das eher eine Frage des Stils, des Sprachrhythmus´ und des Settings. Nicht so sehr dieses "Cyberpunk ist gleich Cyberspace ist gleich Stöpsel im Nacken ist gleich William Gibson"-Ding - mehr Rock´n´Roll als Pentium-Prozessor.

    EVOLVER: Wie steht es um die Verfilmung Ihres Debütromans? Und welche SF-Streifen der letzten Zeit haben Ihnen persönlich gut gefallen?

    Çakan: Herbert Gehr, der Produzent, hat die undankbare Aufgabe, Geld für die Kinofassung von "When The Music´s Over" aufzutreiben. Ein Drehbuch existiert in einer ersten, von mir geschriebenen Fassung. Ansonsten hatte ich in den vergangenen Monaten kaum Zeit, ins Kino zu gehen. Ich vermisse Filme mit einer guten Geschichte - anscheinend glauben die in Hollywood, sie würden die Zuschauer damit überfordern; anders kann ich mir diese Inflation von Popcorn-Movies nicht erklären. "Galaxy Quest" hat mir allerdings richtig Spaß gemacht, obwohl der Film auch in die erwähnte Kategorie fällt. Ausnahmen - im positiven Sinn - waren "Gattaca" und "Matrix", ach ja, und "Frequency" mochte ich auch.

    EVOLVER: Mit den "Luke Harrison"-Titeln machten Sie einen Ausflug ins Reich des Jugendbuchs. Wie war die Resonanz auf die beiden Romane?

    Çakan: Wie gesagt - ich habe "Luke" ja schon lange vor "Music" geschrieben. Und ich finde auch gar nicht, daß es sich um typische Jugendbücher handelt. Sie waren als klassische Space-operas gedacht, wie sie Jack Vance früher geschrieben hat (die Fußnoten sind ebenfalls eine Reverenz an den Altmeister), und dazu kamen ein paar "Hardboiled"-Elemente. Ich habe Luke immer als so eine Art Donald Lam im Weltraum gesehen. Beim Argument-Verlag war man halt dann der Ansicht, daß die Romane ganz gut in deren neue Jugendreihe "Nachtbrenner" passen würden. Mir war das ganz recht so, weil ich nicht wollte, daß man "Luke" mit "Music" vergleicht. Die Reaktionen waren sehr positiv; es gab sogar eine Rezension in der "Süddeutschen Zeitung". Ich werde auch oft gefragt, wann endlich der dritte Teil erscheint.

    EVOLVER: Ihr neuer Roman "Downtown Blues" ist - wie auch "When The Music´s Over" - im Subgenre der "Dark Future" angesiedelt. Was fasziniert Sie so an kaputten Gesellschaftssystemen - glauben sie, daß wir irgendwann mit einer solchen Welt konfrontiert sein werden?

    Çakan: Hey, sind wir das nicht schon längst?! "Downtown Blues" ist vor allen Dingen eine Cop-Story. Für mich ist es ein Thriller, der in der Zukunft spielt, nicht so sehr ein typischer Genre-SF-Roman. Leider gibt es viel zu wenige Science-Fiction-Geschichten mit einem guten Krimi-Plot. Ich würde sowas gerne öfter lesen.

    EVOLVER: Warum, glauben Sie, kommt der asiatischen Kultur gerade in der "düsteren" SF eine derartig hohe Bedeutung zu? Auch in "Downtown Blues" trifft man ja auf Triaden und ähnliche Fernost-Elemente.

    Çakan: In einer Mega-City wie der Downtown gibt es nun mal ein Völkergemisch. Also ist es nur logisch, daß dort auch entsprechende Verbrecherorganisationen aktiv sind. Obwohl ich im nachhinein feststellen muß, daß die Mafia in der Downtown nicht mehr besonders gut im Geschäft zu sein scheint...

    EVOLVER: Wie sieht eigentlich Ihre Beziehung zu John Shirley aus? Wann und wo haben Sie ihn kennengelernt? Was gefällt Ihnen so an seinen Büchern und Stories?

    Çakan: Wir sind seit Jahren befreundet. Getroffen haben wir uns auf der "World SF Convention" in San Francisco. Er hat nach dem Con eine recht bemerkenswerte Stadtrundfahrt mit mir unternommen, aber das ist eine andere Geschichte. Shirley ist ein sehr ungewöhnlicher Autor, der von der SF-Szene leider unterschätzt wird; das trifft jedoch hauptsächlich auf die USA zu. Ich glaube, hierzulande weiß man ihn durchaus zu würdigen.

    EVOLVER: Können Sie uns sagen, was in Sachen Shirley im deutschen Sprachraum noch an Veröffentlichungen geplant ist?

    Çakan: In absehbarer Zeit sind das einmal die beiden weiteren "Eclipse"-Bände. Argument hat auch einmal Interesse an einer Neuauflage von "Splendid Chaos" signalisiert, aber das steht noch nicht auf der Tagesordnung. Was die Horrorromane anbelangt, so werde ich bei Gelegenheit etwas Marktforschung betreiben. Da Shirley jetzt in den USA bei Del Rey erscheint, vermute ich, daß auch in Deutschland Interesse an seinen Horrorwerken bestehen könnte.

    EVOLVER: Wie würden Sie die deutschsprachige SF-Szene generell beurteilen? Welche Autoren sollte man Ihrer Meinung nach gelesen haben?

    Çakan: Oh weh! Da kenne ich mich nicht sehr gut aus. Hab´ ein paarmal Anläufe genommen, aber das, was ich da gelesen habe, sagte mir einfach nicht zu. Die Charaktere waren nicht stimmig, ließen Tiefe vermissen, und die Handlung hielt mich auch nicht wach. Über Stil will ich gar nicht erst reden. Es kann natürlich sein, daß ich die guten Romane alle verpaßt habe. Ich hoffe sogar, daß dem so ist!

    EVOLVER: Was waren für Sie persönlich wegweisende Autoren (oder auch Filme) im Genre Science Fiction?

    Çakan: Bei den Autoren sind das beispielsweise Eric Frank Russell, wegen seines Humors, der Geschichte "Plus X" und seinen anderen Short-stories; dann Philip K. Dick, wegen seiner Art, die Realität zu sehen; James Graham Ballard - "Tausend Träume von Stellavista" hab´ ich schon tausendmal gelesen und finde es immer noch großartig; Jack Vance, wegen seiner frühen Space-operas und Kurzgeschichten, aber auch, weil keiner fremde Welten so farbig schildern kann wie er; und schließlich John Brunner, dessen "Schafe blicken auf" ein absoluter Meilenstein ist. Und das sind noch lange nicht alle...
    In Sachen Film gehören definitiv die beiden ersten "Star Wars"-Filme - also Episode IV und V, für die Puristen - zu meinen Favoriten; und natürlich "Blade Runner", aber das merkt man vermutlich ohnehin, wenn man meine Sachen liest. Ich erinnere mich, daß es vor Jahren, immer Samstag abends, in der ARD eine Reihe mit SF-Filmen gab. Da zeigten sie Filme wie "Soylent Green", "Silent Running", "Planet der Affen" "THX 1138" und Klassiker wie "Der Tag, an dem die Erde stillstand" oder "Invasion of the Body Snatchers". Waren das noch Zeiten!

    EVOLVER: Was erwarten Sie sich von der Zukunft? Und wie sehen Ihre literarischen Pläne aus?

    Çakan: Also, persönlich erwarte ich mir Ruhm und Reichtum, was sonst? Nein, ernsthaft: Ich hoffe, daß die Menschheit noch nicht am "Point of no return" angekommen ist und sich irgendwann entschließt, von ihrer kurzsichtigen Egonummer runterzukommen. Ich meine, uns gehört die Erde doch nicht, wir sind nur ein paar Untermieter mit sehr, sehr schlechten Manieren. Aber wenn wir unsere Bude abfackeln, gibt es halt keine Ausweichquartiere...
    Von meiner unmittelbaren Zukunft erhoffe ich mir, daß ich weiterhin das Privileg habe, vom Schreiben leben zu können. Für die nächste Zeit steht der dritte und abschließende Luke-Harrison-Roman an; er wird "Das wechselhafte Glück des Spielers" heißen. Danach gibt´s bereits einige Ideen, die ich irgendwann ausarbeiten möchte - ob zu Drehbüchern oder Romanen, weiß ich allerdings noch nicht.


    Interview: Jürgen Fichtinger - © Evolve.at


    ... mehr als nur der Stöpsel im Nacken

    Interview mit Myra Çakan von Hardy Kettlitz Alien Contact | Interview Dezember 2000

    Hardy Kettlitz: Du hast bisher ca. 20 Kurzgeschichten verfaßt und in zahlreichen Anthologien, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht. Warum hast du erst zehn Jahre später Deinen ersten Roman geschrieben?

    Myra Çakan: So war das gar nicht. Ich habe den ersten Luke-Roman (Zwischenfall an einem regnerischen Nachmittag) - der dann zum zweiten Teil der Reihe geworden ist - bereits Ende der achtziger Jahre (1988) geschrieben. Begegnung in der High Sierra schrieb ich im Anschluß. Allerdings war der Science-Fiction-Markt zu dieser Zeit für deutsche Autoren sehr schlecht, und alles was mir das Romanmanuskript damals einbrachte, war das Angebot, für Perry Rhodan zu schreiben. Bei einem Verlag wie Argument zu veröffentlichen, der die Bücher am Markt hält, und obendrein noch die Filmrechte zu verkaufen, macht entschieden mehr Spaß. Da lohnt es sich auch ein paar Jahre auf die Veröffentlichung zu warten.

    HK: Schreibst du immer noch Short Stories, oder konzentrierst Du Dich ganz auf Deine Romane?

    M: Ich habe erst in diesem Sommer eine Short Story geschrieben. DER SPIEGEL wollte eine Geschichte zum Thema Nanotechnologie von mir. Leider ist sie dann im letzten Augenblick, sehr zum Ärger des Redakteurs, rausgeflogen, weil die Chefredaktion Science Fiction dann wohl doch „bah” fand. Ich befinde mich aber in erlauchter Gesellschaft: Die Storys von Bruce Sterling und Stanislaw Lem wurden auch gekippt. Ein SF-Magazin in den USA ist aber an der Geschichte interessiert, warten wir mal ab, was draus wird.

    HK: In der Süddeutschen Zeitung stand in einer Rezension zu Luke Harrison „sprachlich äußerst gelungen”. Wie wichtig ist Stil für dich?

    MÇ: Stil ist etwas, was sich beim Schreiben findet. Was ich sagen will, jede Geschichte hat eine bestimmte Stimme. Auf diese Stimme zu hören und sie umzusetzen ist genauso wichtig, wie der Inhalt der Geschichte. Das eine könnte ohne das andere nicht existieren. Am deutlichsten erkennbar ist dies, glaube ich, beim Cyberpunk.

    HK: Helmut Ziegler von DIE WOCHE hat auf dem Cover vom When the Music's Over (Argument-Verlag) die Frage gestellt: „Welche Drogen nimmt eigentlich Myra Çakan? Und wo bekommt man die?” Was ist deine Droge?

    MÇ: Eine Prise Sternenstaub auf Sklak Derivat. Nein, im Ernst: Das ist das Geheimnis aller Schriftsteller. Glaub mir, diese Droge kann man nicht beschreiben, man muß sie erleben, und leider kann man sie auch nirgendwo kaufen.

    HK: Von einigen Lesern und Kritikern wurde der Schluß des Romans bemängelt, weil er Parallelen zum Film Independence Day aufweist und angeblich unglaubwürdig wäre. (Jemand behauptete sogar schadenfroh, daß sich Roland Emmerich freuen könnte, daß auch mal jemand bei ihm abkupfert.)

    MÇ: Ist schon witzig, was manche Leute in dem Roman zu entdecken glauben. Allein die ganzen Autoren, die ich mir zum Vorbild genommen- bzw. von denen ich abgeschrieben haben soll. Hätte ich die alle gelesen, hätte es vermutlich noch mal acht Jahre gedauert, den Roman fertig zu schreiben. Was mich allerdings gefreut hat, ist das H. J. Alpers in seiner Rezension J. G. Ballard als mein Vorbild erkannt hat. Es gibt in Music eine Vignette, die eine Hommage an Ballards „Vermillion Sands”-Stories ist. Was Independence Day anbelangt: Sicher, hat es mich etwas geärgert, daß Emmerich eine ähnliche Idee hatte - bestimmte Dinge liegen eben einfach in der Luft. Da ich meine Idee aber immer noch für gut hielt und halte, sah ich keine Veranlassung, meinen Roman umzuschreiben. Nur um mal den Zeitrahmen aufzuzeigen: Ich habe die Story-Outline für Music im Herbst 1992 geschrieben. Ich schreibe immer zuerst den Anfang und den Schluß eines Romans. Insgesamt entstanden hundert Seiten Music - einschließlich des Showdowns - 1993. ID4 kam, glaube ich, 1997 in die Kinos.

    HK: Red Beat Pictures hat die Filmrechte an Music erworben. Wie ist der Stand der Dinge? Wie weit ist die Umsetzung gediehen?

    MÇ: Ich habe die erste Drehbuchfassung abgeliefert. Als nächstes wird sie übersetzt und an John Shirley weitergeleitet. Da auf englisch gedreht werden soll, ist es wichtig, daß ein erfahrener, englischsprachiger Drehbuchautor die endgültige Fassung schreibt. Ich habe auf meiner Homepage so eine Art Countdown, da kann man lesen, was bis jetzt passiert ist.

    HK: Auf Deiner Homepage www.dardariee.de ist auch zu lesen, daß du die Songtexte für den Soundtrack des Films selbst schreiben willst. Welche Beziehung hast du zur Musik?

    MÇ: Ich habe lange Jahre Musik gemacht und sogar zeitweise meinen Lebensunterhalt damit verdient. Wenn ich schreibe, höre ich meistens Musik. Im Augenblick höre ich viel Garbage, Skunk Anansie, HIM, Sisters of Mercy und Richard Ashcroft, um nur einige zu nennen. An der Musikauswahl merkst du wahrscheinlich schon, daß mein nächster Roman keine Fantasy sein wird.

    HK: Ein Drehbuch zu schreiben ist sicherlich etwas ganz anderes, als einen Roman zu schreiben. Aber was genau ist anders?

    MÇ: Zuerst das Offensichtliche: In einem Roman kannst du sehr gut die innere Welt Deiner Protagonisten schildern - im Film kannst du das nicht machen, es sei denn du möchtest, daß die Zuschauer nach 15 Minuten rausrennen. Sogenanntes „Voice Over” läßt sich auch nur ganz gezielt einsetzen. Film ist ein visuelles Medium, das heißt du mußt den Zuschauern die Geschichte zeigen. Ein schlimmer Fehler ist auch sogenannter „erklärender Dialog”. Außerdem, einen Film mußt du auch viel gradliniger erzählen, also nicht mit so vielen Rückblenden wie im Roman. Da ich aber generell sehr visuell schreibe, ist mir dies bei dem Drehbuch nicht sehr schwer gefallen, auch Dialoge machen mir keine großen Probleme. Du mußt dir darüber klar sein, daß Filme nach ganz anderen Gesetzen funktionieren. Wenn du meinst, dein Buch eins zu eins umsetzen zu müssen, stehst du eh auf verlorenem Posten. Zum Glück mußte ich nicht erst auf die harte Tour lernen, daß es so läuft, sondern hatte durch meine Arbeit als Filmjournalistin schon einiges vom „Filmgeschäft” mitgekriegt.

    HK: Auf welche Elemente des Buches soll sich der Film konzentrieren?

    MÇ: Ich glaube, für die meisten ist Skadi die Hauptfigur, und ohne zuviel über das Drehbuch zu verraten: Das wird auch so bleiben. Natürlich mußte ich ein paar liebgewonnene Charaktere killen - was mir übrigens leichter gefallen ist, als den Produzenten. Auf der anderen Seite hatte ich die Möglichkeit, neue Ideen in das Script einzubringen und bestimmte Aspekte mehr herauszuarbeiten, wie z. B. die Beziehung zwischen Skadi und Garfield. Abschließend kann ich sagen, daß mir das Schreiben des Drehbuchs sehr viel Spaß gemacht hat, mehr als ich erwartet hatte.

    HK: Kürzlich ist Dein zweiter Luke-Harrison-Roman in der Jugendbuchreihe „Nachtbrenner” beim Argument-Verlag erschienen. Diesmal ist Luke eher als Detektiv tätig. Wie geht es weiter? Wird Luke wieder Weltraumabenteuer erleben?

    MÇ: Klar, jede Menge. So wie es aussieht, steckt Lady Rhiannon in Schwierigkeiten von galaktischem Ausmaß. Da muß Luke doch einfach zur Hilfe kommen. Aber Luke wäre nicht Luke, wenn er auf der Suche nach Rhiannon nicht von einem Schlamassel ins nächste geraten würde - quer durch die Galaxis, übrigens. Einen kurzen Auszug konnte man bereits in dem zweiten Band lesen. Zu Deiner Bemerkung, daß Luke eher ein Detektiv ist - auch wenn ich diese Anglizismen nicht mag, würde ich meinen, daß die Luke-Harrison-Romane ein Crossover zwischen Hardboiled Detective und Space Opera sind. Die Süddeutsche Zeitung sah Luke sogar als eine Mischung aus Western-Held und Detektiv der fünfziger Jahre. Darin liegt für mich auch der Reiz der Figur. Auf den ersten Blick ist er dieser typische harte Kerl, in Wirklichkeit aber ein gebrochener Held mit einer guten Portion Selbstironie.

    HK: Gibt es Vorbilder für Luke?

    MÇ: Ja, und zwar steckt eine Portion Donald Lam in Luke - das ist eine Figur, die von Erle Stanley Gardner, dem Erfinder von Perry Mason stammt -, dazu je ein Schuß Phillip Marlowe und Han Solo. Das ganze wird dann mit meiner eigenen Phantasie abgerundet und gut durchgeschüttelt auf Eis serviert - oder so ähnlich. (Gardner hat die Romane Ende der fünfziger Jahre unter dem Pseudonym A. A. Fair geschrieben.)

    HK: Schreibst Du schon am dritten Luke-Abenteuer?

    MÇ: Ha, das wäre schön! Im Augenblick stecke ich bis über die Ohren in meinem nächsten Cyberpunk-Roman.

    HK: Der hat den Titel Downtown Blues und ist für Mai 2001 beim Argument Verlag angekündigt, auch wieder mit einem „musikalischen” Titel. When the Music's Over war ein Song von den Doors. An wen hast du bei Downtown Blues gedacht?

    MÇ: Wenn man in dieser Stadt lebt, Mann, kriegt man einfach den Blues. Nein, im Ernst, diesmal habe ich an keinen bestimmten Song gedacht. Allerdings benutze ich die starke Bildersprache von Rocklyrics, um den Leser in eine bestimmte Stimmung zu versetzen.

    HK: Die Kurzgeschichte „Downtown Blues” hast du vor über zehn Jahren geschrieben (erschienen in c't). Wieviel hat der Roman damit noch zu tun? [Parallel zum Roman wird die Geschichte in ALIEN CONTACT 41 noch einmal veröffentlicht.]

    MÇ: Die Story wird in den Roman „eingebaut”. Natürlich wird sie nicht eins zu eins übernommen. Donovan ist aber auch im Roman die Hauptfigur und ihr Partner Chan ist ebenfalls wieder dabei. Der Roman beginnt sozusagen vor der Geschichte - in einer Zeit, als Donovan neu zur City Force kommt. Was mich besonders freut: Martina Pilcerova hat wieder ein großartiges Cover gemacht. Da das Cover vor dem Roman fertig war, hat es mich auch inspiriert: Als ich diese Straßenschlucht sah, wußte ich, ich brauche „fliegende Autos” - und, nein, sie heißen bei mir nicht „Spinner”.

    HK: Man kennt dich als „einzige Cyberpunk-Autorin Deutschlands”, obwohl Du auch viele andere Sachen geschrieben hast. In welche Richtung geht Downtown Blues?

    MÇ: Ich nenne es Cyberpunk. Weil Cyberpunk für mich mehr als nur der Stöpsel im Nacken für den Surf im Cyberspace ist. Cyberpunk drückt sich durch einen ganz bestimmten Stil aus: visuell und sprachlich. Ich weiß, daß schon seit Jahren behauptet wird, daß Cyberpunk tot ist. Na und? „Ein Cyberpunkroman” stand nicht auf dem Cover von When the Music's Over, weil ich nicht auf der Höhe bin, was man heutzutage so schreibt, sondern weil ich schreibe, was ich will. Außerdem wollte ich die Allesbesserwisser etwas ärgern. Hat Spaß gemacht. ©

    copyright www.epilog.de


    Reisen im Kopf...

    Myra Çakan, was haben Sie bisher gemacht?
    In den Nachthimmel geguckt, ob ein Raumschiff kommt, das Anhalter mitnimmt. Nicht zu vergessen - auf den Verlag gewartet, der erkennt, was für eine geniale Autorin ich bin.
    Warum schreiben Sie Science Fiction?
    Da bis jetzt kein Raumschiff gekommen ist, reise ich eben im Kopf. Science Fiction ist für mich ein Genre, das mir als Schriftstellerin unheimlich viel Freiheit bietet, weil es nicht an bestimmte Formen oder Inhalte gebunden ist. Plus: Sich andere Welten auszudenken - selbst wenn sie nur fünf Minuten in der Zukunft sind - ist faszinierend. Diese kleinen "Was-wäre-wenn"-Spielchen, die liebe ich.
    Was für Autoren und Autorinnen lesen Sie selbst am liebsten?
    Die auf den Punkt kommen, mich überraschen.
    Und was macht überhaupt gute SF-Literatur für Sie aus?
    Die "ganz einfachen" Dinge: ein guter Plot, interessante, gut ausgearbeitete Charaktere und guter Stil. Das alles abgeschmeckt mit einem Schuss "Sense of Wonder".
    "When The Music's Over" ist ein musikalisches Zitat, der Titel eines Doors-Songs. Welche Bedeutung hat Musik für Ihre Arbeit?
    Musik ist ein Schreibwerkzeug. Ich wähle die passende CD aus, um im Text eine bestimmte Stimmung oder einen Rhythmus zu erzeugen.
    Was haben Sie denn aufgelegt, wahrend Sie an Ihrem Roman schrieben?
    Billy Idol, Julie Cruise, The Cure, Chris Isaak, Portishead, CCR, Velvet Underground, Beethovens Violinkonzert in B-Dur, die Soundtracks von Blade Runner, Babylon 5, The Crow, Twin Peaks, Strange Days und Natural Born Killers, und natürlich die Doors und die "Runners".
    Moment, die "Runners" , ich dachte, das sei eine fiktive Band aus dem Roman?
    Und? Warum soll man sie nicht hören können?
    Äh..., hmm. Was bewegt Sie dazu, einen Roman zu schreiben?
    Da habe ich nicht mitzureden. Es gibt da diese Szene in Blade Runner, in der der Android Roy Batty zu seinem Schöpfer sagt: "Ich will mehr Leben, Vater." When The Music's Over und der Roman, an dem ich gerade arbeite, entstanden beide aus Kurzgeschichten. Bei Music war es Skadi, die sagte: "Ich will mehr Leben." Und wenn man nicht will, dass einen seine eigenen Schöpfungen verfolgen, ist man gut beraten, auf sie zu hören.

    Das Gespräch führte Else Laudan, Argument


    "Meine Bücher sind Cyberpunk" (Tomorrow, Januar 2000)
    DEUTSCHLANDS COOLSTE SCIENCE-FICTION-AUTORIN ÇAKAN ÜBER ZUKUNFT UND INTERNET

    Diese Frau schreibt Trends: Myra Çakan ist die erste deutsche Cyberpunk-Autorin. Ihr neuestes Buch heißt "When the Music’s Over". TOMORROW hat die Autorin dieser düster-packenden Vision einer Welt am Abgrund interviewt...

        TOMORROW: In Ihrem Buch ist die Erde am Ende. Sind Sie eine Pessimistin?

        Çakan: Nein, ich bin eher eine Realistin. Science-Fiction ist ein Spiegel der Gegenwart. Wenn man die Zeitung liest, braucht man nicht mehr viel Fantasie, um sich solche Szenarien auszudenken. Ich bin aber kein Weltverbesserer. Ich finde es faszinierend, die Welt von heute weiter zu denken. Die Zerstörung ist ein schön düsterer Hintergrund für die Handlung.

        TOMORROW: Ihre Bücher werden als Cyberpunk bezeichnet. Was ist das?

        Çakan: Cyberpunk ist Straße, Schmutz und Anarchie. Die Romane von Leuten wie William Gibson lesen sich, wie der Film "Blade Runner" aussieht: bunt, aber düster. Der Film ist der Urvater des Cyberpunk.

        TOMORROW: Haben Sie beim Schreiben Vorbilder?

        Çakan: Eigentlich nicht. Beeinflusst haben mich aber sicher Autoren wie John Brunner oder J. G. Ballard. Was mich inspiriert, ist das Gefühl, das mir Bücher oder Filme vermitteln, nicht die Handlung.

        TOMORROW: Ist das Internet für Sie ein Thema?

        Çakan: Für ein Buch sicher nicht. Auch für die Recherche benutze ich es kaum, das kostet einfach zu viel Zeit. Aber natürlich finde ich e-Mail ziemlich klasse. Auch Fanpost kommt oft per e-Mail. Und ich habe eine eigene Homepage.

        TOMORROW: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

        Cakan: Zur Zeit arbeite ich an der Drehbuchfassung meines Romans. Außerdem erscheint im April mein Jugendbuch "Begegnung in der High Sierra".

    © Tomorrow, Januar 2000


    Deutscher Cyberpunk für Kenner

    Neue SF-Reihe beim Ariadne-Verlag In der dünn besiedelten deutschen Science-fiction-Landschaft stellt der beim Ariadne-Verlag erscheinende Erstlings-Roman von Myra Çakan When the Music's over eine echte Überraschung dar. Düster, schnell und streckenweise brutal präsentiert sie eine Welt, in der wir vielleicht schon heute leben und die uns vor allem in Orten wie Berlin und Hamburg unangenehm nahe kommt. Deutscher Cyberpunk, der einen internationalen Vergleich nicht scheuen muss.

    In einem Interview mit Wolfgang Tress von Amazon.de verrät Myra Çakan die Quelle ihre Inspiration, erzählt von ihrem ersten Roman und spricht von ihren Zukunftsplänen.

    Amazon.de: Was hat Sie dazu bewogen, gerade jetzt - nachdem viele Inhalte der alten Cyberpunk-Werke schon Wirklichkeit geworden sind - mit Ihrem ersten Buch "When the music's over" einen Cyberpunk-Roman zu schreiben?

    Myra Çakan: "Einen Cyberpunk-Roman schreiben" klingt kalkuliert, ist es aber nicht. Ich schreibe und veröffentliche seit mehr als zehn Jahren Cyberpunk-Shortstories, da wäre es ziemlich unlogisch, für einen Roman den Stil zu wechseln.

    Amazon.de: Besteht eine Chance, diese Stories einmal gesammelt erstehen zu können?

    Çakan: Ich hoffe!!! (Hallo: Autorin an Verlag. Hört mich jemand?)

    Amazon.de: Wie lautet Ihre Definition von Cyberpunk?

    Çakan: Cyberpunk hat für mich mehr mit Stil und Bildersprache als mit Inhalten zu tun.

    Amazon.de: Haben Sie für typischen Cyberpunk-Stil bzw. Cyberpunk-Bildsprache vielleicht ein Beispiel parat?

    Çakan: Gerade heraus, ziemlich düster, doch nicht ohne Hoffnung. Mehr Beispiele gefällig? Ich hab' da von diesem Roman gehört, heißt "When the Music's over", soll wohl ganz lesbar sein ;-)

    Amazon.de: Wovon lassen Sie sich inspirieren?

    Çakan: Von diesem Planeten und dem ganzen Drumherum.

    Amazon.de: In Ihrem Buch haben die Menschen die Erde durch ihre eigene Schuld in eine radioaktive Müllkippe verwandelt. Eine unmittelbare Gefahr können sie zwar abwenden, eine Lösung für die verseuchte Erde haben sie aber nicht. Wie sehen Sie die Situation in der Wirklichkeit?

    Çakan: Vor einigen Tagen las ich in der Zeitung, daß bestimmte Urlaubsgebiete in 100 Jahren zu heiß sein werden, um sich dort noch aufzuhalten. Kennen Sie Schafe blicken auf von John Brunner? Ich fürchte, so ähnlich sieht es auf unserer Welt schon heute aus. Wir haben es nur noch nicht mitgekriegt, weil wir uns an die sich langsam ändernden Lebensumstände gewöhnt haben. Hätten Sie vor fünfzehn Jahren gedacht, daß wir einmal genau überlegen müßten, welche und wie viele Pilze wir essen dürfen, ohne eine zu hohe Dosis Cäsium zu uns zu nehmen?

    Amazon.de: "When the music's over" vereint die klassischen Zutaten Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Was fasziniert Sie daran?

    Çakan: Sex, Drugs and Rock'n'Roll, was sonst?

    Amazon.de: Ist Gewalt -- vor allem auch die sexuelle Gewalt -- in ihrem Buch ein Stilmittel oder ist sie ein Spiegel der Realität in unserer Gesellschaft?

    Çakan: Gewalt und sexuelle Gewalt gehören zu den Charakteren und der Story. Kein Grund, tiefsinnig zu werden.

    Amazon.de: Sie vertreten John Shirley, den Autor von Wetbones in Deutschland. Sein neues Buch Es werde Licht erscheint auch in der Reihe "Social Fantasies" im Ariadne-Verlag. Kennen sie sich näher?

    Çakan: Wir sind seit sechs Jahren befreundet.

    Amazon.de: Was interessiert Sie an seinen Büchern besonders?

    Çakan: Sie sind so abgedreht wie John.

    Amazon.de: Wie sind sie zum Ariadne-Verlag gekommen?

    Çakan: Ich suchte einen Verlag, der Bücher (und seine Autoren) liebt.

    Amazon.de: Klingt nach einer großen Familie...?

    Çakan: Ist eher ein Biotop für bedrohte Lebensformen -- wie SF-Autoren.

    Amazon.de: Was halten Sie von der deutschen SF-Szene?

    Çakan: Welcher SF-Szene?

    Amazon.de: Sie schreiben gerade ein neues Buch. Kann man eine Fortsetzung von "When the music's over" erwarten?

    Çakan: Mein nächster Roman wird definitiv keine Fortsetzung werden. Doch wer weiß, was die Zukunft bringt? (Das tun nicht mal SF-Autoren).

    Amazon.de: Haben Sie den Film "Matrix" gesehen? Auf dem Back-Cover von "When the music's over" sehen sie nämlich aus wie "Trinity" aus dem Film ;-) War das Absicht?

    Çakan: Danke. Die Fotos sind übrigens Anfang dieses Jahres entstanden. Vielleicht sollten Sie "Trinity" diese Frage stellen.

    Amazon.de: Sie haben in einem Interview gesagt, daß sie auf die Ankunft der Außerirdischen warten, die Sie mitnehmen werden. Wie würden Sie denen erklären, wer Sie sind und warum sie Sie unbedingt mitnehmen müssen?

    Çakan: Ich glaube, die erkennen ihresgleichen ;-)

    Amazon.de: Welche drei Bücher würden Sie mit auf einen anderen Planeten nehmen?

    Çakan: 1. Xelnapsss wunderbares Reisetagebuch "Überleben in fremden Welten -- mit einem Feuerzeug und einem Qwillbrill" 2. "Schick angezogen in zehn Sonnensystemen mit nur einem Koffer" 3. Das erotische Kochbuch -- weil man nie weiß, welche sexy Aliens einem unterwegs begegnen. Ich glaube, bei der Recherche nach den Büchern kann jemand ins Schwitzen kommen ;-)

    Amazon.de: Myra Çakan, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit Ihrem neuen Projekt.

    Das Interview führte Wolfgang Tress für Amazon.de


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